Von Moreau aus Irdning in der Steiermark erhielt ich folgende Zuschrift: "2005 bescherte der Welt jede Menge Naturkatastrophen. Und Helga Kromp-Kolb ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit. Nun wurde die Wiener Klimaforscherin vom Klub der Bildungs- und Wissenschafts- journalisten zur "Wissenschafterin des Jahres 2005" gekürt. Im Furche-Interview sprach sie am 26. 1. 2006 über Klimawandel, Kyoto-Protokoll und Wiener Feinstaub. Ein Auszug aus diesem Interview:

Furche: ....Fühlen Sie sich von der Politik ausreichend unterstützt?

Kromb-Kolb: Nein. Im Klimaforschungsbereich sind wir international gesehen extrem unterdotiert. Es gibt auch kein koordiniertes Klimaforschungsprogramm in Österreich, wie es in der Schweiz oder Deutschland selbstverständlich ist. Das wäre aber wichtig, weil wir die internationalen Modelle nur bedingt für Österreich übernehmen können. Wir haben erst kürzlich festgestellt, dass die Schadstoffbelastung im Bereich Inntal und Brenner sieben bis zehn Mal so hoch ist, wie sie im Flachland wäre bei gleichem Verkehrsaufkommen. So etwas müssen wir gegenüber der EU belegen können. Aber vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie haben wir für solche Studien keinen Cent bekommen. Hier fehlt es an Verständnis, dass Forschungsergebnisse helfen, vernünftige politische Entscheidungen zu treffen. Und sie auch durchzusetzen."