Das Transitforum Austria-Tirol kritisiert angesichts der Verdreifachung des Luftsanierungsgebietes in Tirol massiv die Landespolitik. Fritz Gurgiser: "Das Sanierungsgebiet wegen schlechter Luft (Stickstoffdioxid + PM10) breitet sich im Tiroler Zentralraum aus wie ein bösartiges Krebsgeschwür – Politik und
Behörden schauen zu oder weg." Die vom Land am 17. Juli 2006 neu ausgewiesenen Luftsanierungsgebiete bedeuten eine Verdreifachung des Stickstoffdioxid-Sanierungsstreifens entlang der A 12 Inntal- und nun auch der A 13 Brennerautobahn in nur zwei Jahren. Das Transitforum sieht die Ursache in der fehlenden mengenmäßige Begrenzung des Lkw-Transitverkehrs über den Brenner.
In zusätzlich 32 Nordtiroler Gemeinden werden die Grenzwerte für PM10 wiederholt und auf längere Zeit überschritten. Im Bezirk Kufstein zählen jetzt auch aufgrund der Feinstaubbelastung die Gemeinden Angerberg, Bad Häring, Ebbs, Kufstein, Kundl, Langkampfen, Radfeld und Schwoich zum Sanierungsgebiet. Gurgiser rechnet vor, dass insgesamt bereits mehr als 415.000 (60 %) Tirolerinnen und Tiroler, darunter knapp 60.000 Kinder unter 15 Jahren, in einem durch Stickstoffdioxide oder Feinstäube belasteten Gebiet leben. Die Information des Transitforums lesen Sie hier...
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