"Es ist eine Farce, dass wir hier heute demonstrieren müssen. Es sollte doch selbstverständlich sein, dass das Land drauf schaut, dass alle Bescheide eingehalten werden", brachte Ortsvorsteher Korbinian Auer unter Beifall der Bevölkerung das zum Ausdruck, was sich viele Bruckhäusler angesichts des Aufrufes zur Demonstration gegen die Deponie durch die Stadtgemeinde Wörgl dachten. Den Anrainern der Faulgasdeponie Riederberg stinkt nicht nur der Müll, sondern auch der Umgang der Politiker und Behörden mit den gesundheitsgefährdenden Missständen. "Ich kann viele Betroffene verstehen, die heute nicht gekommen sind. Wir wurden viel zu oft enttäuscht", brachte Anni Taxer aus Bruckhäusl die Frustration nach 17 Jahren Kampf gegen die unzumutbare Belästigung durch den Gestank zum Ausdruck. Ein Kampf, bei dem die Bürgerinitiative sich von der Stadt in den vergangenen Jahren ebenso im Stich gelassen fühlte wie vom Land. So fragten sich auch viele, warum ein Bürgermeister und Landtagsabgeordneter zur Demonstration aufruft, wo doch im Landtag ganz andere Möglichkeiten bestehen, Anfragen zu stellen und Eingaben zu machen. Wenn von der Demonstration mehr bleiben soll als der fahle Nachgeschmack, als Bürger nur für eine medienwirksame Inszenierung benützt worden zu sein, müssen jetzt Taten folgen. Die Übergabe eines Schildchens mit den Forderungen der Stadt wie hier im Bild von Bgm. LA Arno Abler an Umwelt-Landesrat Hans Lindenberger reicht nicht aus. Mehr zur Demo hier...

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