Tirols Sozialreferent befürwortet die Anhebung der Vermögenssteuer zur Finanzierung der Pflege. „Eine Solidarabgabe bei der Pflege bedeutet eine Verteuerung des Faktors Arbeit!“ lehnt Tirols Sozialreferent Landeshauptmannstellvertreter Hannes Gschwentner (SPÖ) den Vorschlag des Landeshauptmannes (ÖVP) zur Pflegedebatte, der eine Solidarabgabe wie einen Zuschlag zur Krankenversicherung vorsieht, ab. LHStv Hannes Gschwentner: „Solidarabgabe klingt zwar sympathisch, bedeutet aber de facto einen Anstieg der Lohnnebenkosten – egal, wie man es dreht und wendet. Dies würde wiederum eine weitere Verteuerung des Faktors Arbeit mit sich bringen“, ist Gschwentner überzeugt, denn: „Von einem Zuschlag zur Krankenversicherung bei gleich bleibenden Lohnnebenkosten zu sprechen ist mit der Quadratur des Kreises gleichzusetzen“. Für die Finanzierung der Pflege mittels Steuern kann sich der Sozialreferent allerdings die Anhebung der Vermögenssteuer vorstellen: „In Österreich haben wir im EU-Vergleich die niedrigste Vermögenssteuer. Großzügige Freibeträge würden sicherstellen, dass sich der kleine Einfamilienhaus-Besitzer nicht fürchten muss, bei dieser Steuer zur Kasse gebeten zu werden. Auch mit niedrigen Steuersätzen könnte aber damit die Pflege leicht finanzierbar sein“, betont Gschwentner.
Text: Medieninformation Land Tirol

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