Die Betreiber der Deponie Riederberg meldeten am Mittwoch, 22. August 2007, beim Landesgericht in Innsbruck den Konkurs an. Für die Bürgerinitiative kein überraschender Schritt, sondern absehbar - die Gewinne aus dem Betrieb realisierte das Privatunternehmen, für die jahrzehntelang erforderliche, teure Nachsorge soll nun der Steuerzahler aufkommen. Wichtig für die Anrainer ist jetzt in erster Linie, dass die Nachsorgemaßnahmen tatsächlich vorgenommen werden, um eine weitere Gefährdung der unterhalb der Deponie liegenden Siedlungsgebiete auszuschließen. Eine zentrale Rolle kommt dabei der Sickerwasserentsorgung zu, die Kosten in Millionenhöhe verursacht. Wörgls Bürgermeister LA Arno Abler stellt sich auf den Rechtsstandpunkt, dass ein seinerzeit zwischen Stadt und Deponiebetreiber abgeschlossener Vertrag über die Sickerwasserentsorgung in der Weise zu interpretieren ist, dass die Stadtwerke wie bisher die vorgereinigten Abwässer übernehmen. Abler: "Sollte das jemand anders sehen, so muss das am Gerichtsweg geklärt werden". Für die Stadt Wörgl geht es dabei um viel Geld: Allein die Entsorgung der Filterrückstände aus der Sickerwasserbehandlungsanlage, aus der die vorgereinigten Abwässer ins Kanalnetz eingeleitet werden, verursacht monatliche Kosten von 70.000 Euro.
Die Presseaussendung von Umweltlandesrat Hans Lindenberger vom 23. August 2007 - hier anklicken...

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