Überraschungen sind beim Thema Rettungsdienst nichts Neues. Die gestrige Angebotseröffnung der Wörgler Rettungsdienstausschreibung lässt aber nur mehr staunen. Warf das Rote Kreuz Kufstein bisher dem Samariterbund Tirol mit dem Angebot, Rettungsdienst bezirksweit um 7 Euro Kopfquote durch zu führen, Dumpingpreise vor, so ließ man jetzt die Hose buchstäblich bis zu den Knöcheln runten: Das Rote Kreuz bietet den Rettungsdienst für den Planungsverband 29 um 5,968 Euro Kopfquote und erhielt damit den Zuschlag. Ein teuer erkaufter Sieg - denn gilt dieser Preis nun wie nach der Anbotseröffnung gegenüber der Presse erklärt für den ganzen Bezirk Kufstein, so fehlen nach der Vertragsdauer von fünf Jahren in der Rot-Kreuz-Kasse satte 1,3 Millionen Euro. Die Ankündigung des Roten Kreuzes, dass nun keine "Quersubventionierung des Wörgler Notarztstützpunktes" mehr möglich sei und hier über ein Anheben der Kopfquoten nachgedacht werde, quittierte der Samariterbund noch am gleichen Tag mit einer Aussendung an alle Bürgermeister des Bezirks mit den Angebot, alle drei Notarztstützpunkte zu den jetzigen Bedingungen ohne Kostensteigerung weiterzuführen. Der Notarztstützpunktvertrag der Stadt Wörgl mit dem Roten Kreuz Kufstein läuft 2008 aus. Die nächste Runde ist eröffnet. Wie´s beim Samariterbund Tirol weitergeht, der noch für weitere vier Jahre einen Rettungsvertrag mit der Gemeinde Wildschönau hat, teilte der ASB bei einer Pressekonferenz mit. Mehr dazu...

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