Im Leben einer Mutter gibt es keinen größeren Schmerz als den Tod des eigenen Kindes. In der schwierigen Trauerarbeit ist das Babygrab für viele deshalb eine wichtige Andachtsstätte. So auch für die Mütter der drei Kinder, deren Gräber am Wörgler Friedhof in der Weihnachtszeit mutwillig zerstört wurden. "Als ich die Zerstörung gesehen habe, hat mir das so weh getan. Wer macht sowas nur?", fragt sich eine der betroffenen jungen Frauen. Sie kann nicht glauben, dass diese drei Gräber zufällig Opfer der Zerstörungswut wurden - betroffen sind Familien mit türkischem Hintergrund, was bei zwei Gräbern an den Namen deutlich ersichtlich ist. Am Eingang des Wörgler Friedhofes stehen zwar noch Öffnungszeiten angeschrieben, versperrt wird hier nachts aber kein Tor mehr. "Wenn wir das Grab wieder herrichten, möchte ich so etwas nicht noch einmal erleben", sorgt sich die junge Mutter, die unter dem Vorfall noch immer leidet. Wie die Stadt darauf reagieren wird, ist nach Auskunft von Stadtamtsleiter Alois Steiner Thema im Stadtrat am nächsten Montag. Mehr dazu...

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