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Maschinenring sammelte in Kufstein und Kitzbühel 86,5 tTonnen Agrarfolien
vero / 05.01.2007 07:53
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Umwelt  Tirol  Unterland  Landwirtschaft 

Vom Rundballen zum Blumentrog

Maschinenring sammelte in Kufstein und Kitzbühel 86,5 Tonnen Agrarfolien

 

Zwei Mal pro Jahr, jeweils im Frühjahr und Herbst, bietet der Maschinenring Tirol die Möglichkeit, Altfolien, Netze und Schnüre aus der Landwirtschaft bei den Sammelstellen abzugeben. Die Bauern aus den Bezirken Kufstein und Kitzbühel haben 2006 von dieser Möglichkeit wieder intensiv Gebrauch gemacht.

„Fast ein Drittel der in Tirol gesammelten Menge an Altfolien stammt aus der Region Kufstein/Kitzbühel“, freut sich der Geschäftsführer des Maschinenring Tirol, NR Hermann Gahr. Von den 280.000 kg Agrarfolien, die im vergangenen Jahr vom Maschinenring in zwei Durchgängen gesammelt wurden, steuern die Bezirke Kufstein und Kitzbühel die stattliche Menge von 86.500 kg bei.

Beim Maschinenring schätzt man, dass etwas drei Viertel aller in der Landwirtschaft zum Einsatz kommenden Kunststoffe recyclet werden. „Mit ihrem Sammeleifer leisten die Tiroler Bauern einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Schonung unserer Ressourcen. Der Maschinenring wiederum kommt seinem Auftrag als Dienstleister für Bauern und Gesellschaft nach“, zieht Gahr Bilanz über die Agrarfoliensammlung. Die Abgabe der Altstoffe aus der Landwirtschaft ist übrigens
kostenpflichtig.

Thumb  Nationalrat Hermann Gahr

Stoffliche Verwertung

Das gesamte in Tirol gesammelte Material geht nach Salzburg und wird dort einer stofflichen Verwertung zugeführt. „Wir verbrennen die Folien also nicht, sondern verwerten sie“, betont Gahr. Auf diese Weise entsteht aus den Agrarfolien, in die die Rundballen eingepackt werden, zuerst ein Granulat, das etwa zu Blumenkästen oder Bautrögen weiterverarbeitet wird.

Änderungen für 2007

Für die Agrarfoliensammlung im Frühjahr und Herbst 2007 gibt es Änderungen. Die teilnehmenden Bauern werden gebeten, die Folien schon jetzt getrennt von den Netzen und Schnüren zu sammeln und in weiterer Folge auch getrennt abzugeben. Grund für die Trennung sind die unterschiedlichen Qualitäten der Materialien. Wer nicht trennt, muss mit einem höheren Entsorgungsbeitrag rechnen.

Text: Mag. Christa Entstrasser-Müller,Tiroler Bauernbund