Blaulichteinsätze am Jahresende

Vor Jahresende kam es in Wörgl wiederholt zu Blaulicht-Einsätzen, bei denen Polizei und Feuerwehr ausrückten. Am 30. Dezember 2025 gegen 15:00 Uhr warf ein bisher unbekannter Täter einen Böller in Wörgl auf Höhe des Hauses Madersbacherweg 1 auf einen 11-jährigen Österreicher. Bei der Explosion erlitt der Bub eine Verletzung am Ohr und eine Verletzung am Bein. Erhebungen zur Täterausforschung laufen, heißt es im Polizeibericht.

Am Abend dann der nächste Einsatz:  Gegen 20:15 Uhr geriet ein bisher unbekannter Fahrzeuglenker mit einem in Polen zugelassenen Fahrzeug in Wörgl-Boden auf einer Gemeindestraße offenbar ins Schleudern und stieß gegen einen Randstein. Dadurch überschlug sich das Fahrzeug und blieb am Dach liegen. Beim Eintreffen der Polizeistreife an der Unfallstelle konnte kein Lenker angetroffen werden, nach ihm wird gefahndet.

Am 31. Dezember 2025 brach zwischen 00:15 Uhr und 02:30 Uhr in einer Zwischendecke eines Einfamilienhauses an der Innsbrucker Straße ein Brand aus, der von einer 32jährigen Hausbewohnerin aufgrund der Rauchentwicklung bemerkt wurde. Sie weckte Familienangehörige. Nachdem eigene Löschversuche scheiterten, wurde die Feuerwehr Wörgl um 03:44 Uhr alarmiert.

„Vor Ort war eine Rauchentwicklung im ersten Obergeschoss feststellbar. Mittels der Wärmebildkamera konnte rasch die Ursache in einer Zwischendecke lokalisiert werden. Die Decke wurde mittels Rettungssäge geöffnet und der Entstehungsbrand abgelöscht. Im Anschluss wurde das Wohnhaus belüftet und weitere Kontrollarbeiten durchgeführt. Die Feuerwehr Wörgl stand mit zwei Atemschutztrupps und vier Fahrzeugen für ca. 1,5 Stunden im Einsatz“, teilt die FF Wörgl mit.

Es entstand Sachschaden in bisher unbekannter Höhe. Personen wurden nicht verletzt. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand dürfte der Brand durch ein technisches Gebrechen im Bereich eines Ofens, bzw. eines Kamins entstanden sein, heißt es im Polizeibericht.

Feinstaubbelastung durch Feuerwerk

Der höchste Feinstaubmesswert am 1. Jänner 2026 im Tagesmittel wurde in Tirol mit 111 µg pro Kubikmeter an der Messstelle Wörgl Stelzhamerstraße gemessen, wie das Land Tirol in einer Presseaussendung am 2. Jänner 2026 mitteilt. Der im Immissionsschutzgesetz-Luft festgelegte Grenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit beträgt 50 µg pro Kubikmeter im Tagesmittel.  Ebenfalls sehr hohe Werte wurden in Innsbruck, Hall, Kufstein und Lienz festgestellt. Laut den ExpertInnen der Abteilung Waldschutz des Landes Tirol war dafür unter anderem die trockene Wetterlage mit relativ windschwachen Verhältnissen um Mitternacht mitverantwortlich. „Die gemessene Feinstaubbelastung rund um den Jahreswechsel zeigt einmal mehr, wie sehr die Feuerwerke in nur einer einzigen Nacht unsere Luft negativ beeinflussen. Die heurige Bilanz fällt leider unerfreulich aus. Die Feuerwerke belasten letztlich nicht nur die Luft, sondern verschmutzen auch langfristig Böden und Gewässer“, resümiert Umweltschutzlandesrat Zumtobel.