Die Sportmittelschule Wörgl gewinnt die Sparkasse-Schülerinnenliga und setzt sich gegen fast 600 Teams durch! „Der größte Erfolg der Schulgeschichte“, freut sich Direktor Gottfried Schneider. Die Sportmittelschule Wörgl hat in Spittal an der Drau Volleyball-Geschichte geschrieben. Mit dem Gewinn der Sparkasse-Schülerinnenliga sicherte sich das Team den Bundesmeistertitel und beendete damit eine rund 20-jährige Durststrecke für Tirol. Besonders bemerkenswert: Der Erfolg gelang in einem Bewerb mit fast 600 teilnehmenden Mannschaften aus ganz Österreich.
Weg zum Titel: Entwicklung statt Zufall
Der Start ins Turnier verlief emotional und herausfordernd. Nach der Anreise nach Kärnten fandsich das Team zunächst in der Gruppenphase wieder. Ein souveräner Sieg gegen das Burgenland stand einer Niederlage gegen Niederösterreich gegenüber. Dieser Rückschlag erwies sich jedoch als Wendepunkt.
Das Trainerteam rund um Maximilian Huter, Sebastian Wolf und Christina Steinbacher reagierte mit taktischen Anpassungen und intensiver Analyse. In der Folge stabilisierte sich die Mannschaft zunehmend und wuchs sowohl spielerisch als auch mental deutlich zusammen.
Halbfinale: Überraschung gegen den Rekordsieger
Im Halbfinale wartete mit der SMS Eisenerz aus der Steiermark der Rekordsieger des Bewerbs. In einem hochklassigen und intensiven Spiel gelang den Wörglerinnen die große Überraschung. Mit starkem Teamspiel und beeindruckender Nervenstärke setzte sich Tirol durch und zog ins Finale ein.
Finale: Nervenkrimi mit Happy End
Im Endspiel traf Wörgl auf die MS Lauriacum Enns aus Oberösterreich. Der erste Satz ging klar mit 25:17 an die Tirolerinnen, doch der zweite Durchgang entwickelte sich zu einem echten Thriller. Enns wehrte zwei Matchbälle ab und kämpfte sich nochmals zurück. Getragen von rund 58 mitgereisten Fans sowie „Edelfan“ Direktor Gottfried Schneider behielt Wörgl jedoch die Nerven. Den dritten Matchball verwandelte das Team zum 26:24 und fixierte damit den 2:0-Finalsieg.
Mehr als nur Sport
„Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die enge Verbindung von Schule und Verein. Viele Spielerinnen sind bei den Smash Vikings Wörgl sowie der Sport Union Kufstein aktiv und bringen wertvolle Spielpraxis mit. Ergänzt wird das Team durch Kaderathletinnen des Tiroler Volleyballverbands. Vor allem aber überzeugte die Mannschaft durch ihren außergewöhnlichen Zusammenhalt. Im Verlauf des Turniers wuchs das Team zu einer geschlossenen Einheit zusammen“, schließt die Presseaussendung der Sportmittelschule Wörgl.
„Mit diesem Erfolg setzt die Sportmittelschule Wörgl ein starkes Zeichen für den Tiroler Nachwuchsvolleyball. Der Bundesmeistertitel ist nicht nur ein sportlicher Triumph, sondern auch das Ergebnis von Teamgeist, Disziplin und mentaler Stärke. Ein besonderes Ausrufezeichen setzt das Wörgler Team nicht nur sportlich, sondern auch menschlich: Der Weg zum Bundestitel im Mädchen-Volleyball wurde von einer Mannschaft geebnet, die Vielfalt lebt. Spielerinnen aus vier verschiedenen Nationen sowie ein Integrationskind bewiesen eindrucksvoll, dass sportlicher Erfolg keine Grenzen kennt und Teamgeist die stärkste Sprache ist“, sieht Dir. Schneider noch eine weitere Dimension den sportlichen Erfolges.

