Benefiz-Suppenessen für Frauen in Kolumbien

Frauen im Globalen Süden im Kampf gegen Umweltzerstörung unterstützen – dabei helfen heuer die Spenden des traditionellen Benefiz-Suppenessens der Katholischen Frauenbewegung. Die kfb-Frauen der Erzdiözese Salzburg luden am 3. April 2025 erneut zu einem Fastensuppen-Essen im Wörgler CityCenter, diesmal mit Weihbischof Hansjörg Hofer.

Die kfb-Salzburg-Vorsitzende Michaela Luckmann und die kfb-Regionalreferentin für Tirol und den Oberpinzgau Tania Zawadil freuten sich über die zahlreichen hungrigen Mittagsgäste.  Unter diesen Wörgls Pfarrprovisor Christian Hauser, Vertreter der Regionalpolitik wie die Landtagsabgeordneten Gabi Madersbacher, Barbara Schwaighofer und Christian Kovacevic, Wörgls Bürgermeister Michael Riedhart und seine beiden Stellvertreter Kayahan Kaya und Roland Ponholzer sowie Frauen aus Südamerika, die hier leben und arbeiten. Auf den Sitzbänken nahmen auch Mitglieder von Traditionsvereinen wie Kameradschaftsbund und Kaiserjäger sowie vom Roten Kreuz Platz.

Die köstliche Gemüsesuppe wurde  auch in diesem Jahr von der Küche des Seniorenheimes Wörgl zubereitet, das Brot von der Bäckerei Mitterer gespendet. Weihbischof Hansjörg Hofer dankte den kfb-Frauen für ihr Engagement in den Pfarren, wo vielfach ebenso im Rahmen der Aktion Familienfasttag Benefiz-Suppenessen organisiert werden. Sylvia Gasteiger und Frieda Friedl vom Bruckhäusler Pfarrcafé-Team überreichten auch heuer wieder Spendengeld aus dem Erlös des Bruckhäusler Fastensuppenessens am 16. März 2025.

Tania Zawadil, kfb-Regionalreferentin der Erzdiözese Salzburg für Tirol und Oberpinzgau, organisierte das Suppenessen für die kfb in Wörgl: „Das Thema der Aktion Familienfasttag Klimagerechtigkeit geht uns alle an“, betonte sie. Die Klimakrise bringe Ungleichheiten insbesondere für Frauen mit sich. Gefördert werden heuer neben Frauenprojekten weltweit speziell Projekte in Kolumbien. „Wir wollen beim Benefizsuppenessen auch den Scheinwerfer auf das heurige Schwerpunktprojekt SERCOLDES und die Frauen in Kolumbien lenken. Unter schwierigsten Bedingungen setzen sie sich für den Schutz des Regenwaldes ein. Seine Zerstörung würde das Klima nachhaltig beeinflussen.“  Zawadil zeigte sich dankbar für die Umsetzung mit unterschiedlichen Playern. Sie begrüßte auch zahlreiche kfb-Gruppen, etwa aus Wörgl, Ebbs, der Wildschönau oder Westendorf.

Während die weiblichen „Robin Woods der Regenwälder“ gegen die Zerstörung ihres Lebensraumes in Südamerika kämpfen, kommen andere nach Europa, um hier den  „Personalnotstand“ in der Pflege zu lindern. So wie Susanna und Maria aus Kolumbien, die beide seit vier Monaten in Tirol sind und als Krankenschwestern im Kufsteiner Pflegeheim arbeiten und sich hier sehr wohl fühlen. Beide kommen aus kleinen Dörfern und sind von Tirol begeistert, wobei sie als größte Überraschung das Wetter erlebten – im immergrünen, warmen Kolumbien sind Eis und Schnee und Jahreszeiten unbekannt. Und was sie vor allem schätzen: Die Sicherheit und die Möglichkeit, ihre Familien daheim unterstützen zu können. Ein Leben ohne Gewalt und ständige Angst, das sieht auch die aus Peru stammende kfb-Regionalreferentin Mónica Ladinig, die in Salzburg lebt, als Motivation für die Frauen, die Trennung von ihren Familien für den Auslandsjob in Kauf zu nehmen. Sie weiß aber: „Die Familie ist wichtig für die Seele!“ Gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Kochen helfen emotional beim Einleben im neuen Land.

Mehr Informationen zu der Spendenaktion: www.kfb-salzburg.com