Der Brixentaler: Drei-Millionen-Marke ist geknackt

3 Millionen! Eine Erfolgsmeldung gibt es von der Regionalwährung „Der Brixentaler“ zu vermelden. Noch vor dem Jahreswechsel wurde die nächste Schallmauer durchbrochen: Seit Einführung des Brixentalers im Jahr 2009 konnten bis heute nicht weniger als 3,3 Millionen Euro umgesetzt werden! Geld, das zu 100 Prozent in der Region verbleibt.

Der Zulauf zum Brixentaler ist ungebrochen – gerade in der Coronapandemie ein erfreuliches Zeichen: die Menschen setzen also in Krisenzeiten nicht nur auf den Onlinehandel, sondern auch verstärkt auf Regionalität.

Sabrina Schweiger von der Brixentaler-Gemeinschaft sieht den Erfolg des Brixentalers auch als „ein Zeichen von Solidarität, denn darauf kommt es in schwierigen Zeiten ganz besonders an. Solidarität bedeutet, die heimische Wirtschaft bewusst zu stärken, sich bewusst zu machen, dass das Brixental fast alles bietet, was die Region lebenswert macht: die Natur, Sport- und Freizeitangebote, ein lebenswertes Umfeld, sichere Arbeitsplätze und eben vielfältige Einkaufsmöglichkeiten. Und das gilt es zu erhalten.“

Regionale Kräfte bündeln

2009 nahm die Idee ihren Anfang: die Kaufmannschaften Westendorf, Brixen im Thale und Kirchberg schlossen sich zusammen, um ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsam ein ehrgeiziges Projekt aus der Taufe zu heben: den Brixentaler. Die Münzen und Scheine ersetzten die örtlichen Einkaufsgutscheine und bilden seither eine echte Regionalwährung, die eben nur in der Region gültig ist.  Damit ist garantiert, dass jeder mit dem Brixentaler ausgegebene Euro zu 100 Prozent im heimischen Wirtschaftskreislauf verbleibt – somit die regionale Wirtschaft und regionale Strukturen stärkt und Arbeitsplätze sichert.

Die Idee wächst weiter

Mittlerweile ist die Brixentaler-Idee weiter gewachsen, 2020 kamen Hopfgarten (Geburtsort des Wörgler Freigeld-Bürgermeisters Michael Unterguggenberger, Anm. d. Red.) und Itter dazu, 2021 auch Reith bei Kitzbühel. Die über 300 Mitgliedsbetriebe der Brixentaler-Gemeinschaft bilden die bunte Vielfalt der regionalen Wirtschaft ab: vom Einzelhändler zum Handwerker, vom Restaurant zu den Bergbahnen, von der Trafik bis zur Änderungsschneiderin – sie alle sind Teil der Brixentaler-Familie. Eine wertvolle Vielfalt: Denn Geschäfte, Cafés, Gasthäuser, Dienstleister, Handwerker und all die anderen Mitgliedsbetriebe bringen Leben in die Ortschaften und machen sie lebenswert.

www.derbrixentaler.at

Text: Albin Ritsch