Die Freiwillige Feuerwehr Wörgl ist täglich rund um die Uhr einsatzbereit und getragen von ehrenamtlichem Engagement. Zum Feuerwehralltag zählen nicht nur Einsätze, sondern ein umfangreiches Übungsprogramm, bei dem die unterschiedlichsten Szenarien und dabei der Umgang mit Gerätschaften praktisch durchexerziert werden. Zum Abschluss der Übungssaison rückte die FF Wörgl am 25. Oktober 2026 zur Jahreshauptübung in der Südtiroler Siedlung im Bereich der Plattner Straße unter Beteiligung von Rettungskräften vom Roten Kreuz aus.
Was bei Einsätzen ein „No-Go“, ist bei der Jahreshauptübung willkommen: Schaulustige! Die fanden sich zahlreich schon vor dem Sirenenalarm um 16 Uhr am Übungsgelände ein. FF-Kommandant Sebastian Prosch moderierte den Übungsablauf und erläuterte das Vorgehen der Feuerwehr, die einerseits beim inszenierten Verkehrsunfall ein technisches Szenario und mit dem Dachbodenbrand eines Mehrfamilienhauses eine klassische Brandbekämpfung abzuarbeiten hatte.
Zum Einsatz kam dabei auch das heuer angeschaffte Drill-X Bohrlöschgerät. Mit diesem können Dächer, Holz, Beton und sogar Stahl durchbohrt und damit der Löschangriff von innen erfolgen kann – ohne Gebäude vorher großflächig zu öffnen. Ein Gewinn für die Sicherheit der Feuerwehrleute, den auch der stellvertretende Bezirksfeuerwehrkommandant Hubert Ziepl als Übungsbeobachter begrüßte. Die FF Wörgl sei Stützpunktfeuerwehr, die in neue Technologie investiere, die über die Stadtgrenzen hinaus zum Einsatz kommt.
Im abgelaufenen Feuerwehrjahr absolvierte die FF Wörgl insgesamt 65 Übungen – von der Jungfeuerwehr über die Höhenrettung bis hin zu Brandbekämpfungen und technischen Einsätzen aller Art: „Die unterschiedlichen Annahmen wurden in Übungsmodulen durchgearbeitet. Die Beteiligung war dabei sehr hoch. Jeden Donnerstag kamen 55 bis 60 Feuerwehrleute zu den Übungen“, teilte FF-Kdt. Prosch mit und freute sich über das positive Feedback aus den Reihen der Beobachter der Jahreshauptübung, darunter Hans Egger vom Bezirkspolizeikommando, Nachbarfeuerwehren und die Gemeindeeinsatzleiter Gerhard Thurner.
Lobende Worte für die Übungsabwicklung fand beim abschließenden Appell Bürgermeister Michael Riedhart, der zur Übung gratulierte. Die Feuerwehr funktioniere bei der Übung ebenso wie bei Einsätzen, wobei es als Basis „eine gute Struktur“ brauche – und damit entsprechende Investitionen wie das Drill-X-Bohrlöschgerät: „Wenn es um Leben und Tod geht, sind Investitionen in die Sicherheit sehr wichtig.“
An der Jahreshauptübung 2026 beteiligten sich 72 aktive Wörgler Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, 9 der 15 Jungfeuerwehr-Mitglieder und 10 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes. Der Wörgler Feuerwehr gehören aktuell neun Frauen an. Bevor im Feuerwehrhaus bei gemeinsamer Jause in gemütlicher Runde die Hauptübung 2026 zu Ende ging, bedankte sich Kdt. Prosch noch bei der Neuen Heimat fürs „Übungsgelände“, bei der Stadtpolizei sowie bei den Familien der Feuerwehrleute für die Unterstützung.
Text und Fotonachweis: Veronika Spielbichler















