Gut besuchte Museumsnacht in Wörgl

„Zsammkemma“ im Museum war am 3. Oktober 2026 bei der Wörgler Museumsnacht angesagt – von 18 bis 24 Uhr bot sich den vielen BesucherInnen die Gelegenheit, in Wörgls Geschichte einzutauchen, Filme aus Alt-Wörgl anzusehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Wörgls historische Filmschätze wurden dabei einerseits im Kulturraum in 2. Obergeschoß gezeigt und konnten andererseits auf der Medienstation im Museum mit heuer neu installierter „Videothek“ selbst ausgewählt und angesehen werden. Das geht übrigens auch zu den regulären Öffnungszeiten jeweils samstags von 10-12 Uhr.

Zum gemütlichen Ambiente trug die Harfinistin Johanna Marksteiner aus der Wildschönau mit volkstümlichen Weisen bei, gespielt auf einem historischen Instrument – einer 80 Jahre alten Harfe vom Brixlegger Harfenbaumeister Franz Bradl. Dieser erfand eine Innovation bei der Pedal-Bedienung, wie Marksteiner mitteilte: „Diese Harfe hat 7 Pedale und wurde dann vielfach nachgebaut und unter anderem auch in Gottlieb Weißbachers Inntaler-Formation verwendet.“

Zu den Gästen der Museumsnacht zählte auch der Filmemacher Udo Seethaler vom Kufsteiner Film- und Videoclub, der derzeit an einer Filmdokumentation über den Wörgler Musiker Helmut Grabher alias Jeremy Faith arbeitet, der mit seinem Song „Jesus“ in der Hippiezeit einen internationalen Hitparaden-Erfolg landete. Premiere der Doku soll voraussichtlich im April 2028 im Komma Wörgl sein. Zu hören gibt´s den Welterfolg auch auf der Rock-Ola-Jukebox im Medienraum des Museums.

Das Museum Wörgl lädt heuer noch zu Museumshoagascht-Abenden am 4. November mit Gerhard Berger und am 1. Dezember zum 75-Jahr-Stadtjubiläum, jeweils im Komma mit Anmeldung (beim Komma oder beim Museum, Email museum@woergl.at. Auch das Christkindl-Postamt ist vor Weihnachten wieder eingeplant. Neben der regulären Öffnungszeit am Samstag von 10-12 Uhr kann das Museum auch dienstags von 17-19 Uhr allerdings nur nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden. Auch Themenführungen zu Archäologie und Wörgler Freigeld sind auf Anfrage möglich, Schulklassen sind willkommen! Der Eintritt ist frei – der Verein freut sich aber über freiwillige Spenden.  

Die Harfinistin Johanna Marksteiner brachte zu ihrem Auftritt bei der Wörgler Museumsnacht mit einer 80 Jahre alten Harfe von Franz Bradl aus Brixlegg ein historisches Instrument mit. Foto: Veronika Spielbichler
Zahlreiche BesucherInnen nützten die Abendöffnungszeit bei der Wörgler Museumsnacht. Foto: Veronika Spielbichler
Der Filmemacher Udo Seethaler arbeitet derzeit an einer Doku über den Wörgler Musiker Helmut Grabher alias Jeremy Faith, an den im Museum Wörgl auch musikalisch erinnert wird. Foto: Veronika Spielbichler
Eine Medienstation mit „Videothek“ wurde im Frühjahr 2026 im Museum Wörgl eingerichtet – hier können Interessierte selbst Filme auswählen und ansehen. Foto: Veronika Spielbichler
Auch Pfarrprovisor Christian Hauser zählte zu den Besuchern der Museumsnacht – das Pfarrteam entdeckte bei den historischen Filmaufnahme viele mit Bezug zu kirchlichen Festen. Im Medienraum geht´s auch um Technik-Geschichte: Die ausgestellten Exponate sind mechanische Geräte, deren Funktionen heute allesamt in einem Mobiltelefon vereint sind. Foto: Veronika Spielbichler
Historische Wörgler Filmschätze wie „Opa hat uns von Wörgl erzählt“, den 1951 gedrehten Spielfilm „Erinnerungen an Wörgl“ und historische Filmaufnahmen der Familie Gollner von 1930-1939 wurden bei der Museumsnacht im Kulturraum gezeigt. Foto: Veronika Spielbichler