Ehrenamt-Dankesfeier Wörgl 2016

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Bei Ehrenamtskoordinatorin Christine Deutschmann (2.v.l.) bedankten sich Seniorenheimleiter Harald Ringer, Sprengel-Pflegedienstleiter Franz Stifter, Sozialreferentin Vizebgm. Evelin Treichl, Seniorenheim-Pflegedienstleiter Werner Massinger, Sprengel-Obfrau Maria Steiner und Sprengel-Geschäftsführerin Michaela Fabiankovits.

Das Ehrenamt trägt heute in vielen Bereichen der Gesellschaft zum Gelingen des Zusammenlebens bei. Der Wert ehrenamtlicher Arbeit in sozialen Einrichtungen wird auch von der Stadt Wörgl geschätzt, die die 169 Ehrenamtlichen, die im Seniorenheim und beim Gesundheits- und Sozialsprengel im Einsatz sind, am 13. Jänner 2016 zu einer Dankesfeier ins Seniorenheim einlud.

Mit 1. März 2012 schuf die Stadtgemeinde Wörgl eine Ehrenamts-Koordinationsstelle. Zu den Aufgaben von Ehrenamtskoordinatorin Christine Deutschmann zählt Anwerbung, Begleitung, Weiterbildung und Vermittlung Freiwilliger, wobei sie vernetzt mit verschiedenen Organisationen zusammenarbeiten – auch mit Einrichtungen des Arbeitsmarktservices. Mit dem Ziel, Menschen durch ehrenamtliche Tätigkeiten wieder in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen neue Berufsideen zu vermitteln.

Rund 90 Ehrenamtliche fanden sich zur Neujahrs- und Dankesfeier ein, bei der sowohl den vielen Freiwilligen, wie auch Ehrenamtskoordinatorin Christine Deutschmann gedankt wurde. „Von den derzeit 120 Frauen und 49 Männern sind derzeit 94 Ehrenamtliche beim Gesundheits- und Sozialsprengel tätig, 75 im Seniorenheim. Diese Ehrenamtlichen leisten in der Woche rund 160,50 Stunden freiwilligen Einsatz, das ergibt eine Summe von 8346 Stunden im Jahr“, berichtete Sozialreferentin Vizebgm. Evelin Treichl. So wurden beispielsweise im Rahmen der Aktion Essen auf Rädern 2014 von 32 Personen 13.244 Portionen Essen ausgeliefert – die Zustellung erfolgt täglich.

Der Tätigkeitsbericht von Ehrenamtskoordinatorin Christine Deutschmann weist weitere Einsatzbereiche aus. So werde ehrenamtliche Hilfe auch immer mehr von privaten Haushalten angenommen. Im Zusammenarbeit mit der LEA-Produktionsschule wurde ein Ehrenamts-Katalog erstellt, der Einsatzgebiete aufzeigt. Im Frühjahr 2016 soll nun eine Neuauflage mit zusätzlichen Einrichtungen erscheinen.

Der Compjuta-Hoagascht im Seniorenheim jeweils dienstags nachmittags und freitags vormittags wird von bis zu 15 Besuchern genützt, denen Ehrenamtliche ihr Wissen vermitteln. Beim Projekt „Weihnachten einmal anders“ verschenken seit 2013 Ehrenamtliche Zeit statt Geschenke. Ehrenamtliche sind als Begleitpersonen unterwegs und übernehmen auch fordernde Aufgaben wie Mithilfe in der Wohnstube.

Zur Betreuung der Ehrenamtlichen selbst werden monatliche Stammtische mit Weiterbildungen und Vorträgen abgehalten, u.a. zu Themen wie Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit, Demenz, Ernährung im Alter oder Hautpflege. Geselliges Beisammensein steht bei gemeinsamen Ausflügen im Mittelpunkt.

„Ein wichtiges Thema für die Zukunft sind Leihoma und Leihopa – hier arbeiten wir mit Kufstein zusammen“, erklärt Christine Deutschmann, die auch immer wieder Sponsoren für Veranstaltungen und Projekte sucht. So wurden die Jacken der Essen-auf-Räder-Fahrer von der Firma Porsche gesponsert.

„Das Ehrenamt ist unbezahlbar, aber nicht umsonst und niemals vergeblich“, betonte Bürgermeisterin Hedi Wechner und bedankte sich ebenso wie Sozialreferentin Treichl bei allen Freiwilligen sowie der Ehrenamtskoordinatorin Christine Deutschmann. Kooperator Christian Walch wünschte mit einem Neujahrs-Segen alles Gute für die weitere Arbeit und Marco Ungericht sorgte mit seiner Zugin für die musikalische Umrahmung der Feier, zu deren Gelingen die gute Küche des Seniorenheimes ebenso beitrug wie die SchülerInnen der 1B-Klasse der Bundesfachschule für wirtschaftliche Berufe mit Aufbaulehrgang in Wörgl, die mit freundlichem, aufmerksamem Service punkteten.

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