Das Pferd in der Malerei thematisiert der Verein Polylog in seiner aktuellen Ausstellung „Horses, Horses, Horses, Horses“ in der Galerie am Stadtplatz in Wörgl, die am 24. April 2026 bei großem Publikumsinteresse eröffnet wurde. Dabei zeigt sich: Pferde, die Menschheitsgeschichte in vorindustrieller Zeit prägten, inspirieren KünstlerInnen bis heute.
„Seit 37.000 Jahren malt der Mensch Pferde“, erklärte Verein Polylog-Obmann Helmut Nindl und belegte das mit prominenten Beispielen wie prähistorischer Höhlenmalerei, der antiken Quadriga oder Albrecht Dürers Apokalyptischen Reitern. Die ausgestellten Bilder repräsentieren das Pferd in der zeitgenössischen Malerei ab dem 20. Jahrhundert, wobei Nindl von den 18 MalerInnen bei der Vernissage Markus Bacher, Matthias Bernhard, Robert Freund, Lena Göbel, Michael Horsky, Ina Hsu und Maria Peters begrüßen konnte.
Gott und das Pferd zeigt das Bild „Die Erschaffung des Pferdes“ von Siegfried Anzinger aus dem Jahr 1998 am Beginn des bunten Rundgangs durch die Ausstellung in der Galerie am Stadtplatz, zu deren Konzeption sich Kurator Dr. Günther Moschig von zwei Frauen inspirieren ließ: Der Sängerin Patti Smith und der Malerin Susan Rothenberg, die mit ihren „Horse Paintings“ in den 1970er Jahren weltbekannt wurde.
Historisch eröffnet Moschig den Bilderbogen mit Alfred Kubins „Ali und Fatme“ 1934 und setzt nach einem Zeitsprung mit großteils großformatigen Gemälden ab 1989 fort. „Das Pferd ist nach wie vor ein großes Thema in der Kunst“, stellte Moschig bei seiner Einführung zur Ausstellung fest, die von Wörgls Kulturreferent Sebastian Feiersinger eröffnet wurde. Die vielen verschiedenen Darstellungen und künstlerischen Positionen boten den Vernissagegästen jede Menge Stoff für Gespräche. Fürs leibliche Wohl der Gäste sorgten einmal mehr Lisi und Hermann Hörhager mit ihrem „voi guat“-Service – diesmal mit Pressknödel, Krautsalat und Strudel.
Der Verein Polylog, der heuer sein 15-jähriges Bestehen noch mit einer Jubiläumsausstellung feiern will, widmet sich der Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Die Pferde-Ausstellung ist noch bis zum 30. Mai 2026 in der Galerie am Stadtplatz, Speckbacher Straße 13-15, jeweils donnerstags und freitags von 16:30-18:30 Uhr sowie samstags von 10-13 und 14-16 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen.
Gezeigt werden Pferdebilder von Siegfried Anzinger, Markus Bacher, Matthias Bernhard, Sarah Bogner, Janz Franz, Johanna Freise, Robert Freund, Lena Göbel, Antonius Höckelmann, Michael Horsky, Ina Hsu, Axel Jonsson, Roland Kodritsch, Alfred Kubin, Christian Macketanz, Maria Peters, Werner Reinisch und Hubert Schmalix.





