Das Konzept wurde beibehalten – der Name geändert: Am 12. September 2026 erfüllte das „Allerweltsfest“ (vormals Fest der Nationen) die neu gestaltete Begegnungszone in der Steinbacher Straße in Wörgl mit buntem Leben, Musik und Tanz sowie kulinarischen Köstlichkeiten aus 14 Ländern. Ein Fest der Vielfalt und Lebensfreude, für das offenbar sogar der Sommer in die Verlängerung ging.
Bei strahlendem Sonnenschein begrüßten Wörgls Vizebgm. Kayahan Kaya und Klaus Ritzer, Geschäftsführer vom veranstaltenden Verein Komm!unity, zum „Allerweltsfest“. Nicht nationalistisch Trennendes, sondern die Kulturen Verbindendes in den Mittelpunkt stellen und Vielfalt erlebbar machen – dafür stellten sich einmal mehr Familien und Vereine in den Dienst der guten Sache.
Die Steinbacher Straße verwandelte sich in eine Schmankerl-Straße mit kulinarischen Spezialitäten aus Kroatien, Albanien, Kosovo, Türkei, Ungarn, Bosnien, Schweiz, Brasilien, Ägypten, Thailand, Serbien, Italien und Kolumbien, das erstmals mit einem Stand dabei war – hier präsentierten die kolumbianischen Pflegekräfte aus dem Wörgler Seniorenheim ihre Kultur. Getränke-Ausschank und Bühnentechnik übernahm der Verein Komm!unity, der im Vorfeld einen Instrumenten-Baukurs für Kinder und Jugendliche organisierte.
Unter dem Motto „Gemeinsam bauen wir Klangwelten“ leiteten Dr. Eric Bayala, Musiker und Sozialwissenschaftler, sowie Dr. Luka Mukhavele, Musikwissenschaftler, Künstler und Instrumentenbauer insgesamt 14 Kinder und Jugendliche beim kostenlosen zweitätigen Workshop an, selbst Musikinstrumente zu bauen, gemeinsam zu singen und zu spielen und mit Rhythmen zu experimentieren. Höhepunkt des Workshops, der im neuen Quartierstreff in der Steinbacher Straße abgehalten wurde, war der gemeinsame Auftritt auf der Bühne beim Allerweltsfest, der beim Publikum viel Applaus erntete.
Das Bühnenprogramm wurde von den Nachwuchs-TänzerInnen der Breitenbacher Volkstanzgruppe und einem thailändischen Tanz eröffnet. Serbische und albanische Volkstanz-Vorführungen, bei denen das Publikum auch mittanzen konnte, zählten ebenso zum Kulturprogramm. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Band Universal und das Austro-Pop- und Cover-Duo R & M.
Zum Fest gehörte eine Spielwiese auf dem Rasen der Neuen Heimat-Wohnanlage mit Attraktionen wie Kinderschminken, Spielstationen und einer Holzbohrstation unter dem Motto Perspektiven-Wechsel, bei der die Erde maßstabgerechter flächig dargestellt wurde. Das bedeutet, dass die verkürzte „Globus-Perspektive“ zugunsten einer an der tatsächlichen Größe der Kontinente orientierte Darstellung geändert wird. Afrika und Südamerika etwa werden so viel größer wahrgenommen.
Unter den 18 aufgestellten Ständen war erstmals das Team vom Deutschkurs Unterland, bei dem die FestbesucherInnen ihr Wissen anhand von 10 Fragen aus der Staatsbürgerschaftsprüfung für Zugewanderte in Österreich und Tirol testen konnten.




















