Suppenessen in Wörgl hilft indischen Frauen

Am 5. März 2026 fand im Tagungshaus Wörgl der Erzdiözese Salzburg das traditionelle Benefizsuppenessen der Katholischen Frauenbewegung (kfb) im Tiroler Teil mit Teilnehmenden aus Kirche, Politik und Gesellschaft statt. Vertreten waren neben Weihbischof Hansjörg Hofer Tagungshaus-Wörgl-Direktor Herwig Ortner, kfb-Salzburg-Vorsitzende Michaela Luckmann, unter anderem seitens der Politik der Wörgler Bürgermeister Michael Riedhart und Vizebürgermeister Kayahan Kaya. Die Fastensuppe für den guten Zweck kochte das Seniorenheim Wörgl, ausgeschenkt wurde die Suppe von Weihbischof Hansjörg Hofer, den kfb Frauen und dem Ehrenschutzkomitee unter dem Motto „Empowerment beginnt dort, wo Frauen gehört werden, mitreden und mitgestalten können“.

Für Weihbischof Hansjörg Hofer ist dieses Benefizsuppenessen „ein großes Zeichen der Solidarität“. Diese Aktion sei keine Selbstverständlichkeit. „Was uns heute eint, ist die Stärkung der Frauen.“ Die Solidarität der Frauen gegenüber sei wie ein Kirchturm, der wach rüttelt, die Frauen weiterhin zu unterstützen. „Der heutige Tag ist ein Markenzeichen, ein Rufzeichen und ein Fragezeichen zugleich.“ Er solle daran erinnern, dass es das ganze Jahr über Aufmerksamkeit für die Rechte, die Leistungen und das Wohl von Frauen brauche.  

Kfb-Salzburg-Vorsitzende Michaela Luckmann betonte die Notwendigkeit der Gleichberechtigung. Es gelte, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass eine gleichberechtigte Teilhabe am politischen und am gesellschaftlichen Leben möglich sei. „Teilhaben heißt, gleichberechtigt mitgestalten. Da sind wir an manchen Stellen immer noch sehr weit weg davon. Es macht einen großen Unterschied, welchen Hintergrund man mitbringt. Das dürfte es nicht haben. Da haben wir auch in Österreich noch einen Nachholbedarf, nicht nur in der Kirche, auch in der Politik.“ Bildung und wirtschaftliche Stärkung, etwa in der Pflege, sollen laut Luckmann im Fokus stehen. „Entwicklung braucht Zeit und unterstützende Organisation“ sowie ein gutes Netzwerk, sichtbar werde das etwa bei der Partnerinnenorganisation SEEDS, die es schon seit etwa 30 Jahren gibt.  

Spenden für Indien

Mit der Vision der indischen Partnerinnenorganisation Socio Economic and Education Development Society (SEEDS) „Eine gleichberechtigte Zukunft“ lenkt die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung 2026 den Fokus auf indigene Frauen im Osten Indiens, die lernen ihre Rechte kennen zu lernen, sich gegen Männergewalt zu wehren, Mitsprache in Gemeinderäten einzufordern und neue Realitäten zu gestalten: „durch Bildungsprojekte, landwirtschaftliche Initiativen und politische Schulungen“. Das Modellprojekt SEEDS ist heute in 131 Dörfern aktiv und arbeitet seit 1995 mit indigenen Frauen im ostindischen Bundesstaat Jharkhand. Rund 3000 Frauen engagieren sich dort für ein Leben ohne Gewalt, für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Gefördert werden heuer von der kfb Österreichs speziell Projekte in Indien, neben weiteren rund 70 Frauenprojekten in Asien, Lateinamerika und Afrika. Frauen und Frauengruppen organisieren seit 1958 Suppenessen in den Salzburger Pfarren und spenden den Erlös für Frauen, die für ihre Zukunft arbeiten. Es geht darum, sich gemeinsam einzusetzen, für eine Zukunft ohne Grenzen, eine Zukunft, in der Träume keine Hindernisse kennen. (Infos: www.kfb-salzburg.com )

Der Wörgler Bürgermeister Michael Riedhart zeigte sich erfreut über die Tradition des Benefizsuppenessens – das Wörgler Benefiz-Fastensuppenessen sei für ihn ein Fixtermin.

Text: Erzdiözese Salzburg/Michaele Greil

V.l.n.r.: Eva Oberhauser (Vorständin der kfb Salzburg), Mona Mraz (geistliche Assistentin der kfb Salzburg), Elisabeth Bichl (stv. Vorstandsvorsitzende der kfb Salzburg), Renate Orth-Haberler (hauptamtliche Leitung der kfb Salzburg), Weihbischof Hansjörg Hofer, Michaela Luckmann (ehrenamtliche Vorsitzende der kfb Salzburg) im Tagungshaus Wörgl. Foto: Katholische Frauenbewegung Salzburg/Tania Zawadil