Humor-Höhenflug beim „Lost in Wörgl“-Kasperltheater

Die Stadtpolitik liefert eine steile Vorlage für Wörgls Kabarett-Duo Peschta & Heiss für deren „Offline Satire-Rückblick Lost in Wörgl“, dessen elfte Auflage bei der Premiere am 30. Jänner 2026 in der Zone Kultur.Leben.Wörgl dem illustren Publikum jede Menge Anlass zum Lachen und Schmunzeln bot. Stefan Peschta und Jürgen Heiss verstehen es mit ihrem Wörgler Satire-Klassiker einmal mehr, mit der feinen Klinge des Humors Polit- und andere Vorkommnisse zu sezieren, aufzubereiten und in bester Comedy-Manier zu servieren.

„Bühne frei fürs Kasperltheater“ lautet das Motto für den Jahresrückblick 2025, der anfangs mit dem Auftritt des Handpuppen-Kasperls schon mal gleich das Informationsfreiheitsgesetz wörtlich und dann  Bau- und andere Projekte des „Zwergenkönigs“ auf die Schaufel nimmt. Ins Visier der spitzen Feder gerieten nebst königlichen Auftritten auch jene des „Hofstaats“ und der mehr oder weniger folgsamen Untertanen.

Satire-Stoff finden Peschta & Heiss ausgiebig bei Gemeinderatsitzungen, die sie ja auch via Podcast laufend kommentieren. So sind die Stadtfinanzen, der Bäderbeirat, der Schwimmbadneubau und das WAVE sozusagen Pflicht im unterhaltsamen Schlagabtausch, den die beiden in bewährter Weise mit neu getexteten Hitparaden-Klassikern musikalisch auflockern – wobei Stefan Peschta zur E-Gitarre greift und Jürgen Heiss mit der Rassel und Dance-Moves vollen Einsatz zeigt.

Tipps vom Osterhasen als Wirtschaftsexperten fürs Budget und die städtische Immobilien-Bewirtschaftung beanspruchen die Lachmuskeln und mit entsprechender Formulierung schaffen es selbst nicht lustige Vorfälle wie der Wegfall der Citybus-Linie 2 oder die peinliche „Mittelschul-Kreuz-Affäre“ ins Programm – Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

Dass KI durchaus auch „koa Intelligenz“ heißen kann zählt ebenso zu den Erkenntnissen des Kabarett-Abends, bei dem bewährte Rubriken wie „Was sperrte auf, was zu“ und Jürgen Heiss´ Nachtwächter-Auftritt nicht fehlen. Kreativer Sprachgebrauch fällt den beiden Satire-Baronen nicht nur auf, sondern auch ein – was etwa in der Zugabe mit der Neubenennung von städtischen Einrichtungen gipfelt.

„Lost in Wörgl XI“ liefert Gags am laufenden Band, und wer beim Humor-Höhenflug noch mit an Bord will, hat nach zwei weiteren bereits ausverkauften Vorstellungen in der Zone nur mehr durch das Ergattern von Restkarten am Unsinnigen Donnerstag, 12. Februar 2026 ab 19:30 Uhr im Tagungshaus Wörgl die Gelegenheit, dabei zu sein.