Publikumsansturm beim Wörgler Neujahrskonzert

Auf den Schwingen der Musik hochgestimmt ins neue Jahr gleiten – diese 2012 begonnene Tradition setzte das Wörgler Kammerorchester unter der Leitung von Bahram Pietsch beim heurigen Neujahrskonzert am 11. Jänner 2026 fort. Einmal mehr wurde bei der klingenden Matinee die Aula des Bundesschulzentrums Wörgl zum Konzertsaal und gesellschaftlichen Treffpunkt.

Der musikalische Jahresauftakt des Kammerorchesters Wörgl war auch heuer wieder ein Publikumsmagnet, wobei Orchesterleiter Bahram Pietsch sich besonders über die vielen Familien mit Kindern freute und betonte, dass das Neujahrskonzert der „ideale Ort“ sei, Kinder für die weite Welt der Musik zu begeistern.

Was mit dem mitreißenden, schwungvollen Einstieg mit der Ouvertüre „Entführung aus dem Serail“ von Mozart nicht nur bei den Kindern gelang! Bei der weiteren Programmgestaltung setzte Bahram Pietsch die Streicher groß in Szene und bot den beiden jungen Nachwuchskünstlern Josefine Bensch und Salvador Profanter mit Antonio Vivaldis Konzert in g-Moll für 2 Violoncelli, Streicher und Basso continuo am Cembalo die Chance, die Bühne, ihr Talent als Solisten zu entfalten – die Beiden ernteten tosenden Applaus für ihre Darbietung.

Mit Peter Warlock´s „Capriol Suite for String Orchestra“ lotete das Kammerorchester harmonisch und rhythmisch Klangwelten der Streicherregister aus und zündete dann mit Franz Lehárs Marsch „Jetzt geht´s los“ das musikalische Feuerwerk des zweiten Programmteiles, der mit den Johann Strauss-Sohn Melodien des Ägyptischen Marsches, des Frühlingsstimmenwalzers und der Polka schnell „Leichtes Blut“ ganz in der Tradition des Wiener Neujahrskonzertes in großer Orchesterbesetzung mit Bläsern und Schlagwerk das Publikum in seinen Bann zog.

Bei Jacques Offenbachs Can Can aus der Operette Orpheus in der Unterwelt fiel es schwer, still zu sitzen – und mit Johann Strauss (Sohn) Walzerklassiker „Wiener Blut“ endete der offizielle Programmteil, bei dem die obligatorischen Zugaben im Form des Donauwalzers und des Radetzky-Marsches nicht fehlen durften. Inklusive der guten Neujahrswünsche des Orchesters und seines Leiters, die zu Beginn des Donauwalzers lautstark durch die Aula hallten.

Dass mit einem „Prosit 2026!“ auch aufs neue Jahr angestoßen werden konnte, ermöglichten viele freiwillige HelferInnen aus dem Freundes- und Familienkreis des Orchesters mit dem Getränkeausschank und einem kalten Buffet mit süßen bis salzigen Snacks.

Das Publikum nützte die Zeit nicht nur in der Pause, sondern auch schon vor Konzertbeginn zum Smalltalk. Unter den Konzertgästen waren der Landtagsabgeordnete STR Christian Kovacevic, Wörgls Bürgermeister Michael Riedhart und seine beiden Stellvertreter Kayahan Kaya und Roland Ponholzer, Kulturreferent Sebastian Feiersinger und die Gemeinderäte Patricia Kofler, Astrid Rieser, Iris Kahn, Hubert Werlberger, Walter Altmann und Andreas Deutsch, Altbgm. Hedi Wechner und Ehrenbürgerin Maria Steiner; weiters die Bürgermeister der Nachbargemeinden Angath, Hopfgarten und Itter, BRG-Hausherr Direktor Heinz Werlberger und Musikschulleiter aus dem Tiroler Unterland.

Gerade die Nachwuchsarbeit liegt dem Kammerorchester Wörgl seit der Gründung des Orchesters 1981 durch Othmar Erb unter dem Namen „Wörgler Streicher- und Bläserensemble“ am Herzen. Die beständige Steigerung von Spielniveau und Qualität bestätigt eindrucksvoll den eingeschlagenen Weg – und so freuen sich viele langjährige und neue Orchester-Fans aufs Neujahrskonzert 2027!