Die Tiroler Landesregierung stellt in den nächsten Jahren 75 Millionen Euro für die Bäderinfrastruktur bereit und will die Förderung von Schwimmkursen weiter ausbauen. In der Sitzung des Bäderbeirates der Tiroler Landesregierung wurden am Montag, 24.3.2025, erste Beschlüsse gefasst, in denen Wörgl nicht erwähnt wird. Am 25. März 2025 meldete sich dazu LA Bgm. Andreas Gang von der FPÖ mittels Presseaussendung zu Wort und fordert, „dass das Land Tirol den Bezirk Kufstein nicht im Stich lassen darf“.
Neben positiven Beschlüssen für den Neubau eines Regionalbades Westliches Mittelgebirge in Axams sowie die Sanierung des Hallenbades Ehrwald wurde vom Bäderbeirat am 24.3. auch eine Anpassung der Förderrichtlinie empfohlen. Die Sanierung des Freibades PitzPark in Wenns wurde vom Bäderbeirat grundsätzlich positiv beschieden, es müssten aber noch Unterlagen nachgereicht werden, heißt es in der Pressemitteilung des Landes Tirol. Und weiter: „Vor dem Hintergrund der neuen Bäderförderung, die am 1. Jänner 2025 in Kraft getreten ist, liegen bereits drei Anträge vor. Insgesamt hat das Land zudem bereits zwei Millionen Euro an Betriebsbeiträgen mittels nicht rückzahlbarer Einmalzuschüsse ausbezahlt. Eine wesentliche Neuerung soll den Förderzuschuss für Neubauten betreffen: Der bisherige Satz von 45 Prozent wurde auf 55 Prozent erhöht, um strategisch bedeutsame Infrastrukturprojekte optimal zu unterstützen. Die Landesregierung beschließt die Adaptierung der Richtlinie in der kommenden Regierungssitzung.“
FPÖ-Gang fordert auch für Wörgl eine Sonderbehandlung
„Axams als Sonderfall. Was ist mit Wörgl? Das Land Tirol darf den Bezirk Kufstein nicht im Stich lassen“, so kommentiert LAbg. Bgm. Andreas Gang die Entscheidung rundum das Hallenbad in Axams, denn diese zeige einmal mehr: „Es gibt sehr wohl Einzelfallentscheidungen, wenn es politisch gewollt ist. Während für Axams eine Sonderlösung gefunden werden soll, bleibt der Bezirk Kufstein mit seinen 114.000 Einwohnern weiterhin ohne ganzjähriges Schwimmbad“, stellt Gang fest.
„Rund acht Millionen Euro fehlen für das Projekt in Axams – doch dies scheint plötzlich lösbar. Gleichzeitig wurde unser Antrag im Tiroler Landtag, der dem Bäderbeirat ermöglicht hätte, bis zu 26 Millionen Euro für ein Projekt bereitzustellen, bis ans Jahresende verschoben. Das Ergebnis ist, das Wörgler Projekt ist gescheitert, und das in jenem Bezirk, wo laut Bäderstudie, der größte Bedarf besteht“, erörtert Gang, und fügt an: „Wörgl wäre bereit, ein Hallenbad zu errichten, doch die viel zu niedrigen Förderungen des Landes machen es unmöglich. Nun bleibt offen, wo und ob überhaupt im Bezirk Kufstein ein Hallenbad entstehen soll.“
Gang abschließend: „Sollte das ‚Leuchtturmprojekt‘ Axams nun tatsächlich eine Sonderbehandlung erhalten, werden wir bei der kommenden Landtagssitzung erneut fordern, dass das Land Tirol endlich mit dem Wörgler Bürgermeister Michael Riedhart in Verhandlungen tritt. Die Bevölkerung des Bezirks Kufstein hat ein Recht auf ein ganzjähriges Schwimmbad, das Land darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen.“