Der Wasserverband Hochwasserschutz Unteres Unterinntal setzt den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zur Umsetzung des Hochwasserschutzprojekts. In der Mitgliederversammlung am 5. November 2026 wurde die Geschäftsführung mit den weiteren Aufgaben der Genehmigungs- und Zustimmungsphase beauftragt. Das auf Grundlage des bereits vorliegenden Grundsatzgenehmigungsprojekts erstellte Einreichdetailprojekt befindet sich aktuell in der finalen Ausarbeitung. Ziel ist es, das Gesamtprojekt im 1. Halbjahr 2027 bei der zuständigen Behörde einzureichen, wie der Verband mitteilt.
Projektvorstellung und Dialog mit der Bevölkerung
Ein wesentlicher Bestandteil der nächsten Projektphase sei „eine umfassende Information der interessierten Bevölkerung. Dazu lädt der Wasserverband im November zu vier öffentlichen Planausstellungen in der Region ein. Experten geben detaillierte Einblicke in das Einreichdetailprojekt und die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen. Experten des Wasserverbandes, des Planungsteams und der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Tirol erläutern die Planungen, beantworten Fragen und stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung“, heißt es in der Aussendung.
Die Planausstellungen finden an folgenden Terminen statt:
Dienstag, 10. November, 17 bis 20 Uhr: Gemeindezentrum Kundl, Foyer
Freitag, 13. November, 15 bis 18 Uhr: Volksspielhaus Kramsach
Dienstag, 17. November, 17 bis 20 Uhr: KOMMA Wörgl
Freitag, 20. November, 15 bis 18 Uhr: Malerwinkel Rattenberg
Gestattungen der Grundeigentümer einholen
Ein wichtiger Schwerpunkt der beschlossenen Genehmigungs- und Zustimmungsphase sei das Einholen der erforderlichen Gestattungen der betroffenen Grundeigentümer: „Sie erhalten dazu umfassende Unterlagen. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer wurde eine Muster-Vereinbarung ausgearbeitet und auf Basis der Bodenbewertung und des Einreichdetailprojekts die individuellen Entschädigungen berechnet. Damit erhalten die betroffenen Grundeigentümer eine transparente und nachvollziehbare Grundlage für ihre Zustimmungserklärung.“
„Mit dem Beschluss der Mitgliederversammlung haben wir den Auftrag, die nächsten Schritte zur behördlichen Einreichung konsequent voranzutreiben. Den guten Austausch mit berührten Grundeigentümern, der uns in den letzten Monaten geholfen hat, das Projekt weiter zu optimieren, werden wir in den kommenden Gesprächen weiter fortsetzen und die Bevölkerung weiter informieren!“, erklärt Paul Koller, Geschäftsführer des Wasserverbandes Hochwasserschutz Unteres Unterinntal.
Einreichung zur Genehmigung im 1. Halbjahr 2027 geplant
„Parallel zu den Vorbereitungen für die Genehmigungs- und Zustimmungsphase laufen bereits fachlich obligatorische Prüfungen. So wurden die geplanten Retentionsräume 1 Voldöpp und 2 Radfeld-Kundl bereits bei der Staubeckenkommission zur Begutachtung eingereicht. Mit dem Abschluss der finalen Ausarbeitung des Einreichdetailprojekts und der erforderlichen Vorbereitungen sollen im 1. Halbjahr 2027 sämtliche Unterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht werden“, teilt der Verband mit. Das Hochwasserschutzprojekt Unteres Unterinntal verfolgt das Ziel, künftig rund 1.000 Haushalte in der Region vor einem 100-jährlichen Hochwasser zu schützen.


