Kurzfilm-Festival: Roter Teppich für heimische Filmemacher

Never be afraid to step into the unknown, into the new. Do it fearlessly, always expecting the very best as you do so.

Zum dritten Mal rollten heuer die KulturZONE Wörgl und die Gaststubenbühne Wörgl, erstmals unterstützt von den Wörgler Stadtwerken, in den roten Teppich für heimische Filmemacher aus und boten dem filminteressierten Publikum beim 3. Wörgler Kurzfilmfestival Hollywood-Flair. 20 Filmbeiträge erfüllten die Kriterien für die beiden ausgeschriebenen Kategorien und schafften es auf die Kino-Leinwand im Festival-Zelt, und zwei Filme wurden außer Konkurrenz gezeigt. Den Siegerfilm des Abends kürte das Publikums-Voting. Über die Siegertrophäen freuten sich schließlich Dominic Kainzner in der Kategorie Eldorado und das junge Kirchbichler Film-Team Jakob und Julia Reiter sowie Lisa Hagleitner in der allgemeinen Kategorie für ihr beeindruckendes Schattenspiel-Video „Shadows“ zum Thema Gewalt in der Familie. Im Publikums-Ranking belegte der Film Platz 2 nach dem „Christenrap“ von Regisseur Rafael Wagner. Nachdem dieses Filmteam nicht anwesend war, ging der Preis an die junge Kirchbichler Filmcrew, die seit 2007 filmt und bereits beim ersten Kurzfilmfestival mit „Lunix – die Wächter des Waldes“ den Siegerfilm lieferte. Im Bild Organisatoren und Sieger – v.l. Anna Etzelstorfer, Dominic Kainzner, Stefan Peschta, Jakob und Julia Reiter sowie Lisa Hagleitner. Mehr zumKurzfilmfestival 2015

In einen „Lichtspiel-Tempel“ verwandelten die Organisatoren des 3. Wörgler Kurzfilmfestivals das Wörgler Jugendzentrum ZONE. Schon beim Ankommen erwartete die Festival-Besucher ein Foto-Shooting am roten Teppich, an der Kamera Joe Steinlechner. Die Siegertrophäen gestaltete und sponserte das Wörgler Unternehmen Geotec.

Der Publikumszustrom zum dritten Wörgler Kurzfilmfestival zeigte klar: Das Interesse am heimischen Filmschaffen ist groß! Die eingereichten Beiträge beinhalteten vielfach gesellschaftskritische Aussagen, regtenzum Nachdenken an und boten Stoff für Diskussionen.

Im Einsatz: Das Technik-Team der KulturZONE mit Ramon Kohlmann und Andy Winderl, Bild Mitte Sophia Etzelstorfer beim Popcorn-Stand und rechts Revan Bilal und Osman Dönmez von der KulturZONE-Crew an der Bar.

Rund 200 BesucherInnen konnten die Filmbeiträge auf zwei Leinwänden im Jugendzentrum sowie im Festivalzelt ansehen. Bild Mitte v.l. Gaststubenbühnen-Obmann und Technik Stuart Kugler, Festivalorganisator Dominic Kainzner, Alex Keil von Light & Sound und Organisator Stefan Peschta, der den Abend auch moderierte  (Bild rechts). 

Nur mehr Stehplätze waren frei, als es „Film ab“ für den ersten Festival-Beitrag „Der Jungwald stirbt zuletzt“ hieß. Unter der Regie von Stefan Ager nimmt der Freerider-Clip das Genre des James-Bond-Agentenfilms aufs Korn, wobei die jungen Darsteller stunt-reife Snowboard- und Skiabfahrten absolvieren – mit der Mission: „Rette den Jungwald“. Den Film gibt´s auch online auf youtube zu sehen:

Der Jungwald stirbt zuletzt:  https://youtu.be/-PEQe0bBT0g

Ausdrucksstark, mit gutem Konzept und überzeugend umgesetzt – damit punktete das junge Filmteam Jakob und Julia Reiter sowie Lisa Hagleitner mit „Shadows“ beim Publikum. Daniel Kapfinger führte beim Film „Adieu“ Regie, der am Wörgler Friedhof gedreht wurde und die Beerdigung eines „alten Nazi“ thematisiert. Mit dem engagierten Filmprojekt „Gone“ zeigen SchülerInnen des Aufbaulehrganges der Bundesfachschule für wirtschaftliche Berufe unter der Regie von Daniel Hotter was passieren kann, wenn der Erdölvorrat aufgebraucht ist. Als Filmproduzentin arbeitete die Lehrerin Petronella Rieder weiters mit SchülerInnen der 3 ALA. Im Film „Unbearable“ von Jana Lutz und Teresa Gfäller wird ein lebensgroßer Teddybär zum Retter der Welt, der den Menschen Umweltschutz, Mülltrennung und Energiesparen beibringt.

Von links: Szenenbilder aus Shadows, Adieu und Gone.

Von links: Szenenbilder aus Konsum, Second Chance und dem Wörgler Flüchtlingsfilm „Angekommen“, der außer Konkurrenz gezeigt wurde.

Die Innsbrucker Hardcore-Band Tripsitter produzierte das schwarz-weiß gedrehte Musikvideo Progress (zu sehen auf youtube https://youtu.be/b3r1siS23_w). Ebenfalls in schwarz-weiß hält die Hardcore-Band Kala ihren Clip Wolves (https://www.youtube.com/watch?v=IZr91DsGkos). Beide liefern eine kritische Auseinandersetzung mit Gesellschaft und den Umgang des Menschen mit dem Planeten. Konsumkritik und Hinterfragen unseres Lebensstiles packte Julius Peter Vanecek in seinen Film „Konsum“.

Das Thema Kindesentführung arbeitete Detlef Halwax mit dem Streifen „Second Chance“ in bedrückenden Bildern mit ausgezeichneten jungen Darstellerinnen auf (auf youtube:https://www.youtube.com/watch?v=oPIb-3fSZ_M) Ein Dokumentation Wörgler Zeitgeschichte lieferte der Wörgler Filmemacher Egon Frühwirth – das Video „Die Brücke“ zeigt die Entstehung des „plus“ inklusive dem Einheben der Brücke zum M4. Raum für Fantasie bot der Tanzfilm „Kaori“ von Eyup Kus und mit Arbeitsüberlastung und Flucht aus dem Alltag setzt sich „Escape“ von Dieter Primig auseinander.

Außer Konkurrenz liefen beim Festival zwei Filme: „Angekommen“, gedreht mit in Wörgl lebenden Flüchtlingen sowie der Film „Life in Perpetuum“, im dem die Organisatoren Dominic Kainzner und Stefan Peschta ebenso mitwirken wie weitere Mitglieder der Gaststubenbühne Wörgl.

Florian Adamski – im Bild links mit Birgit Hermann-Kraft von der Gaststubenbühne Wörgl – war zwar nicht auf der Leinwand zu sehen, er wirkte allerdings als Sprecher beim effektvollen „Opener“ mit. In der Kategorie Eldorado liefen drei Drei-Minuten-Kurzfilme – der Siegerfilm von Dominic Kainzner soll künftig als Werbefilm für das Wörgler Bikefestival mit Fahrradmesse verwendet werden.

Von links: Szenenbilder aus Christenrap, Unbearable und Kala – Wolves.

„Starmania“ im Himmel – auf diesem Plot basiert das Musikvideo „Christenrap“, in dem u.a. der steirische Kabarettist Leo Lukas als Mephisto mitwirkt. Im Publikumsvoting landete der humorvolle musikalische „Religionsunterricht“ eindeutig an erster Stelle. Ein düsteres Szenario hingegen entwirft Bernd Berger mit seinem Streifen „Der letzte Österreicher“. Und an der Grenze zur Skurilität bewegt sich Anton Weissbachers Video übers Wörgler Brezensuppenfest, das mit einem nicht näher kommentierten Ziegen-Almabtrieb endet.

Der Siegerfilm Christenrap ist online auf https://youtu.be/EdtatDwuAgc

Was passiert, wenn Jugendliche unbedacht sexy Fotos von sich per Handy versenden? Und diese dann in sozialen Medien wie facebook landen? Kann man sich dagegen wehren? Das Team vom InfoEck widmet diesem heißen Thema den gleichnamigen Filmbeitrag „Sexting“, in dem die beiden Komm!unity-Mitarbeiterinnen Johanna Zangerle und Sabrina Widmoser den Jugendlichen Tipps liefern. Den Abschluss im Vorführprogramm bildete der Werbefilm fürs Bezirksmusikfest 2015 „Nicht verschlafen“ von Wolfgang Obrist unter Mitwirkung der BMK Angerberg/Mariastein, in dem Franz Osl seine Darsteller-Qualitäten als verschlafener Trommler unter Beweis stellt.

„Sexting“ – damit setzt sich der gleichnamige InfoEck-Filmbeitrag auseinander (Bild links). Die Zuseher konnten ihren Lieblingsfilm des Abends in zwei Kategorien nominieren. Die Kategorie Eldorado ging an Dominic Kainzner (Bild rechts).

 

Kräftigen Applaus erntete das junge Filmteam von „Shadows“ aus Kirchbichl – und die Organisatoren freuen sich schon auf eine Neuauflage des Kurzfilmfestivals 2016!
Weitere Bilder vom 3. Wörgler Kurzfilmfestival hier in der Galerie…

 

Komm!unity baut Jugendredaktion auf

Der Verein Komm!unity startet anlässlich der Gemeinderatswahl 2016 einen Aufruf an alle jungen Leute zwischen 16 und 21 Jahren, die sich für Filmen, Schreiben und Journalismus interessieren: „Möchtest du mit einer Gruppe von motivierten und kreativen Jugendlichen aus Jugendsicht über Themen aus Wörgl und Umgebung berichten? Mit Videoclips, Beiträgen auf Facebook, der Komm!unity-Homepage und im Stadtmagazin? Dann melde dich bei achterbahn(at)community.me“  Die Gemeinderatswahl findet am 28. Februar 2016 statt. Als erstes Projekt der Jugendredaktion soll dazu ein 10minütiger Videoclip produziert werden. Zur Einschulung gibt´s vier Workshops kostenlos über Grundlagen der Gemeindepolitik, des Journalismus, des Filmemachens und der Nutzung sozialer Medien. Die Workshops finden ab Mitte Oktober statt, Termine werden noch bekannt gegeben.

Dinner Club im jugend.freiraum.wörgl ZONE

Ab Freitag, 25. September 2015 startet in der ZONE, Brixentalerstraße 23, der Dinner-Club. „Beim Essen kommen die Leute zusammen! Wir wollen zusammen essen und uns kennenlernen. Wir laden ein, egal welches Alter, aus welcher Kultur, Religion oder Gesellschaftsschicht“, teilt das Komm!unity-Team mit. Da die Küche in der ZONE gerade umgebaut wird, ersuchen die Organisatoren beim ersten Termin, das eigene Essen selbst mitzubringen. Als Rahmenprogramm wird der Wörgler Flüchtlingsfilm Angekommen gezeigt. Beginn ist um 18 Uhr.

Noch ein Tipp für Filmfreunde: News von Robert Spindler

Mag. phil. Robert Spindler produzierte den Kurzfilm „Jack London’s To Build a Fire“, der vom Innsbruck Nature Film Festival angenommen  wurde und  dort irgendwann zwischen dem 6. und 9. Oktober 2015 im Leokino Innsbruck läuft – die nächste Gelegenheit für alle, die den Film noch nicht gesehen haben oder noch einmal sehen wollen. Info: http://www.inff.eu/de

Kommende Woche findet in Innsbruck wieder der Filmworkshop „Dr. Klabbe – film anders“ statt. „Da gibt es die Gelgenheit, mit Kollegin Ale Bachlechner oder mir innerhalb von drei Tagen (22.-24. September 2015) einen Kurzfilm zu drehen und/oder bei der Präsentation dieser Filme dabei zu sein (26. September 2015). Die Anmeldefrist für die Workshops ist zwar schon vorbei, evtl. sind jedoch Restplätze frei. Info http://www.klabbe.at/melde-dich/„, teilt Spindler mit.

Antworten