Einen „Ort des Trostes, der Hoffnung und liebevoller Erinnerung“ schuf die Stadtgemeinde Wörgl mit einer Sternenkinder-Gedenkstätte in einem Wandgrab im Wörgler „Waldfriedhof“. „Hier ist ein besonderer Ort entstanden, der betroffenen Eltern, Familien und Angehörigen Raum für Trauer, Erinnerung und Hoffnung bietet“, erklärt Gemeinderätin Elisabeth Werlberger, auf deren Initiative hin die neue Gedenkstätte gemeinsam mit dem Sozialausschuss der Stadt Wörgl sowie der Pfarre Wörgl verwirklicht wurde. „Ziel des Projektes war es, einen würdevollen Platz zu schaffen, an dem Sternenkinder einen sichtbaren Platz in der Gemeinschaft erhalten und ihre Familien einen Ort der stillen Einkehr und des Gedenkens finden“, so Werlberger.
„Der Verlust eines Kindes – unabhängig davon, in welchem Stadium des Lebens – hinterlässt tiefe Spuren. Für viele Eltern fehlt oftmals ein konkreter Ort, an dem sie ihrer Trauer Ausdruck verleihen oder ihrem Kind nahe sein können. Mit der neuen Gedenkstätte setzt die Stadt Wörgl gemeinsam mit ihren Projektpartnern ein sichtbares Zeichen der Anteilnahme, des Mitgefühls und der gesellschaftlichen Wertschätzung gegenüber betroffenen Familien“, so Werlberger.
Die künstlerische Gestaltung der Gedenkstätte übernahm der Wörgler Künstler Hans-Peter Gruber. „Mit großer Sensibilität entstand ein Ort, der durch seine schlichte und zugleich ausdrucksstarke Gestaltung zum Innehalten einlädt. Das Kunstwerk verbindet Symbolik mit Würde und schafft eine Atmosphäre, die Trost spendet und Hoffnung vermittelt“, sind sich die Projektpartner einig.
Die Sternenkinder-Gedenkstätte soll ein Begegnungsort für Menschen werden, die einen schweren Verlust erfahren haben – als Platz für stille Momente, persönliche Erinnerungen, Gespräche und gegenseitige Unterstützung. Gleichzeitig soll sie dazu beitragen, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass auch Sternenkinder einen festen Platz in den Herzen ihrer Familien und in der Gesellschaft haben.
Anlässlich des Sternenkinder-Gedenktages jedes Jahr am 2. Dezember-Sonntag wird die Gedenkstätte als Ort des Erinnerns von der Pfarre genützt, wie Pfarrprovisor Christian Hauser mitteilt. Hier wird auch der Sternenkinder-Weihnachtsbaum aufgestellt. Die Gedenkstätte befindet sich zwar in einem Wandgrab – Bestattungen gibt es hier aber nicht.
Gemeinderätin Elisabeth Werlberger dankt allen, die zur Umsetzung dieses besonderen Projektes beigetragen haben: „Dem Sozialausschuss der Stadt Wörgl, der Pfarre Wörgl sowie dem Künstler Hans-Peter Gruber für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement. Hier ist ein Ort entstanden, der Menschen in schweren Zeiten Halt geben und ihnen das Gefühl vermitteln soll, mit ihrer Trauer nicht allein zu sein.“ „Sternenkinder sind ein Randthema, das aber Berücksichtigung braucht. Immer öfter sind Familien betroffen“, erklärt Sozialausschuss-Mitglied LA STR Christian Kovacevic, der Werlberger fürs Aufgreifen der Thematik und allen Mitwirkenden dankte.
