Der KunstTreff in der Zone Kultur.Leben.Wörgl des Wörgler Kunstvereines ARTirol hat sich als Plattform für die Kreativ-Szene gut etabliert. ARTirol-Obmann Franz Bode informierte am 17. März 2026 über News rund die im Herbst erneut geplante Kunstmesse in der Transgourmet-Messehalle und Gernot Klotz stellte die Technik des Linolschnittes dem interessierten Publikum vor.
ARTirol erlebt dank der bisherigen sehr erfolgreichen Wörgler Kunstmessen einen regen Zulauf. Ein Erfolg, zu dem der unermüdliche Einsatz von Hauptorganisator Franz Bode wesentlich beiträgt – von der Sponsorensuche bis hin zur Kataloggestaltung. „ARTirol zählt jetzt 81 Mitglieder“, teilte Bode mit, sichtlich erfreut, dass sich auch vermehrt jüngere Leute für die Mitgliedschaft entscheiden.
Bode steckt bereits mitten in den Vorbereitungen für die 4. Auflage des überregional wahrgenommenen dreitägigen Events, bei dem von 6. bis 8. November 2026 wieder an die 3.000 Besucher erwartet werden. Eine Jury wählte aus über 140 Bewerbungen 47 KünstlerInnen für 45 Kojen aus, darunter 20 ErstausstellerInnen bei der Wörgler Kunstmesse. Bode erwartet neuerlich eine Qualitätssteigerung bei der Verkaufsmesse, bei der 2025 von den KünstlerInnen ein mehrfach fünfstelliger Verkaufserlös erzielt werden konnte. Um die Organisationskosten aufzubringen – Bode arbeitet ehrenamtlich – sind Sponsor- und Standbeiträge notwendig, die heuer leicht steigen werden. Denn aufgrund des Verkaufserfolges blitzten Förderanträge bei Stadt und Land ab. Bode: „Die Gemeinde hat unsere ARTirol-Jahresförderung heuer komplett gestrichen.“
Wesentlich zur Finanzierung tragen die bezahlten Werbeflächen im Ausstellungskatalog mit einer Auflage von heuer erstmals 3.000 Stück bei. Beim KunstTreff informierte Bode auch über organisatorische Details wie Bilderaufhängung und Beleuchtung, wobei er den TeilnehmerInnen empfiehlt, zusätzlich zur Hallenbeleuchtung die eigenen Exponate mit LED-Orchesterpultbeleuchtungen ins richtige Licht zu setzen.
Linolschnitt einfach erklärt
„Der Linolschnitt ist eine zugängliche und kreative Möglichkeit, Kunstwerke zu schaffen, verschiedene Drucktechniken auszuprobieren und zu experimentieren“, erklärt Georg Klotz, der gemeinsam mit seiner Frau Ira – beide waren Lehrer an der Mittelschule Zell im Zillertal – benötigte Materialien und Werkzeuge zum KunstTreff mitbrachte und deren Anwendung erklärte.
Zunächst mit einem Ausflug in die Welt unterschiedlicher Druckverfahren. „Der Linolschnitt ist eine grafische Technik im Hochdruckverfahren“, so Klotz, der selbst gern damit arbeitet, auch mit seinen SchülerInnen. Mithilfe des 1863 erfundenen Linoleums wurden 1870 erstmals künstlerische Linol-Drucke hergestellt. Eine Technik, die von zahlreichen Größen der bildenden Kunst geschätzt wurde – von Miro und Picasso ebenso wie von Matisse oder Franz Marc.
Eine Technik, die sich aufgrund des kostengünstigen Materials auch für Einsteiger anbietet. Benötigt werden U- und V-förmige Schnitzmesser, im Handel für Künstlerbedarf erhältliches Linoleum und Papier. Bei den Druckfarben rät Klotz zu wasserlöslichen Farben, aber auch Acrylfarben sind geeignet. Benötigt werden weiters geeignete Unterlagen, Glasplatten und Walzen. „Die Technik erlaubt eine Vielzahl von Stilen“, so Klotz, der die Arten des Linolschnittes erklärte: Weißlinienschnitt, Weiß- und Schwarzflächenschnitt, Strukturschnitt und Verwerfung bis hin zum Einfärben des Linoldrucks und Mehrfarbendruck samt nachträglicher experimenteller Bearbeitung am Computer. Worauf bei der Erstellung des Entwurfes zu achten ist (das Motiv wird im Druck spiegelverkehrt wiedergegeben) war ebenso Inhalt von Klotz informativen Ausführungen wie praktische Tipps für die Anwendung im Schulunterricht.
Kunstausstellung „Zone goes Haus der Musik“
Die nächste Veranstaltung in Kooperation von Kulturzone und ARTirol wird die Neuauflage der Ausstellung „Zone goes Haus der Musik“, bei der wieder 4 KünstlerInnen im Vortragssaal der Landesmusikschule präsentiert werden. Vernissage ist am 17. April 2026. Nach der dreitägigen Ausstellung bleibt ein Teil der Exponate hängen.





